FUROR

FUROR

BÜHNE: Das Wallgraben Theater zeigt ab 11. Mai die Wiederaufnahme des Stückes „Furor“ des erfolgreichen Autorenduos Lutz Hübner und Sarah Nemitz,die Regie hat Regine Effinger.

Woher diese Wut? Warum so viel Hass? Im Stück „Furor“ treffen drei Personen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können. Ministerialrat Braubach, der sich mitten im Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters befindet, kommt abends in die bescheidene Wohnung der alleinerziehenden Altenpflegerin Nele. Zweieinhalb Wochen zuvor hatte er mit seinem Auto ihren 17-jährigen Sohn überfahren, der nun im Rollstuhl landen wird. Obwohl schuldlos an dem Unfall, kommt Braubach mit konkreten Hilfsangeboten. Jerry, Neles Nichte, eine unterbezahlte Paketbotin stößt dazu und sie sieht die Stunde ihres heiligen Zorns gekommen; ihr tiefes Misstrauen, die Wut auf korrupte Politiker, der Hass auf ein ungerechtes System lassen die Situation eskalieren. Parallel dazu tobt im Internet der Kampf nach ganz eigenen Regeln. Wutbürgertum, Hasskampagnen, Fake-News bis hin zum Aufruf nach Gewalt – dies alles sind Phänomene, die von den äußeren Rändern längst in die Mitte der Gesellschaft vorgestoßen sind.
Das Theaterstück, kurz vor Corona (2018) geschrieben, ist heute aktueller denn je. Atemlos vor Spannung verfolgt man im Theatersitz das sprachmächtig in Szene gesetzte Drama um die Bedeutung von Werten... Es spielen: Regine Effinger, Hans Poeschl und Katharina Rauenbusch. "Furor" ist der starke und mit viel Applaus bedachte Start in die neue Spielzeit des Wallgraben-Theaters und das erste von die Saison prägenden Stücken, die sich um gesellschaftspolitische Themen drehen. Hier zeigt Theater, zumal so gut gemachtes Theater, sehr klar seine Relevanz. (Heidi Ossenberg, BZ Freiburg)
INFO: Mi 11./ 13./14./17./18./ 20./ 21./ 24./ 25. / 27. und 28.05. sowie 3./4./5.06., Spielstätte Wallgraben Südwest, Freiburg, Munzinger Str. 2. Karten: T. 0761-25656.

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